Wachstums-Chancen erkennen und nutzen

Auch wenn die Weltwirtschaft nicht zusammenbricht, so sind Wachstumschancen heute sehr viel differenzierter zu betrachten. Deutsche Unternehmen sehen sich im Heimatmarkt einer stabilen aber eher stagnierenden Situation gegenüber, Absatzmärkte in den Euro-Krisenländern verzeichnen signifikante Rückgänge.

Damit sind strategische und vertriebliche Kreativität und Offenheit gefordert, um differenziert Wachstumschancen zu identifizieren und angehen zu können.

Ein größeres Unternehmen aus dem Automobilsektor hat dies konsequent praktiziert. Systematisch wurden nicht nur die bestehenden Märkte sondern auch neue Märkte auf ihre Wachstumschancen und Kundenbedürfnisse analysiert. Dabei wurden sowohl für die vorhandenen Produkte als auch für neue Produkte die Potentiale bewertet. In einer Reihe von Workshops wurden die einzelnen Optionen gegenübergestellt und auf ihre Chancen, aber auch Risiken und den notwendigen Ressourceneinsatz hin bewertet.

Die Schlußfolgerungen sind einleuchtend:
- Nicht immer heisst die Lösung: Premium. Auch ein kostengünstiges
Produkt kann eine geeigneter Weg zum Markteintritt sein.
- Nicht immer heisst die Lösung: Selber machen. Partnerschaften mit lokalen
Vertriebs- oder Fertigungsunternehmen reduzieren Risiken, schonen den
Ressourceneinsatz und beschleunigen den Markteintritt.
- Fokussierung auf wenige Themen ist aus Kapazitätsgründen angezeigt.
- Anpassung der Organisation ist eine notwendige Konsequenz:
Aulandsmärkte wollen betreut werden, Partnerschaftsfähigkeit muß in
einer Organisation gelernt werden.

Auf dieser Basis hat sich dieses Unternehmen eine differenzierte Wachstumsstrategie gegeben, die gut in den Köpfen der Mitarbeiter verankert ist. Erste Effekte ziegen sich schon nach kurzer Zeit. Und ganz nebenbei: Durch das Unternehmen geht ein Motivationsschub, der zusätzliche Energien freisetzt.

Externer Rat hat dabei geholfen, die interne Sichtweise unabhängig zu spiegeln und die notwendigen Prioritäten zu setzen.