Bankenkommunikation - Erfolgsfaktor für stabile Unternehmensfinanzen

Regelmäßig begegnen wir Diskrepanzen zwischen Unternehmen und Bank bezüglich der Erwartungen an die Informationsweitergabe und Transparenz des Kreditnehmers.Das ist in der Regel kein großes Thema, solange sich das Unternehmen im verabredeten Finanzierungrahmen bewegt, wird aber hochkritisch, wenn sich die Geschäfts- und Finanzlage verschlechtert.

Im Kern liegt das Problem darin, dass gegenläufige Interessen vermutet oder unterstellt werden. Der Unternehmer will seine Liquidität und die Fortführung der Geschäftstätigkeit sichern. Die Bank will wissen, mit welchen Risiken sie in ihrem Engagement unterwegs ist. Gemeinsam ist beiden, dass sie nur bei einer erfolgreichen Fortführung des Geschäfts Freude an ihrer Geschäftsbeziehung entwickeln können.

Dies kann nur auf Basis einer hinreichenden Transparenz und realistischen Einschätzung der Zukunftsaussichten erfolgen. In der weit überwiegenden Zahl der von uns begleiteten Fälle haben wir die Erfahrung gemacht, dass auf der Grundlage einer offenen und zugegebenermaßen gelegentlich auch selbstkritischen- sprich realistischen - Darlegung der Unternehmenssituation zwischen Bank und Unternehmer konstruktive Lösungen entwickelt werden können. Dass dabei beide Seiten Abstriche von ihren Maximalpositionen machen müssen, liegt in der Natur der Sache. Es hat sich aber immer bewährt, der Bankkommunikation einen hohen Stellwert einzuräumen und nicht nur beiläufig zu betreiben. Als unbefangener Dritter haben wir schon oft dazu beitragen können, eine festgefahrene Bank-Kunden-Kommunikation wieder auf eine konstruktive Basis führen zu können.